Unser Konzept

Eingewöhnung
In enger Kooperation mit den Eltern achten wir auf eine behutsame und individuelle Eingewöhnung, um den Kindern einen guten Start bei uns zu ermöglichen. 
 
Am Beginn der Eingewöhnung findet ein Gespräch zwischen den Eltern und uns statt. Vorlieben, Gewohnheiten und individuelle Besonderheiten des Kindes werden ausführlich besprochen.
 
Die verschiedenen Phasen der Eingewöhnung werden besprochen. Je nach Alter, Entwicklungsstand und aktuellen Lebenssituationen des Kindes können die Phasen unterschiedlich lang dauern. Wir möchten, dass Ihr Kind das Tempo vorgibt und wir und Sie uns nach Ihrem Kind richtigen dürfen. Dazu ist es aus Erfahrung wichtig, dass sie sich mindestens einen Monat, besser 2 Monate (besonders für die Kinder, die über den Mittagsschlaf bei uns bleiben) für die Eingewöhnung Zeit nehmen. Oft dauert die Eingewöhnung wegen evtl. Krankheit des Kindes länger als geplant. JEDE Eingewöhnung verläuft anders. Sie kann also 3 - mehrere Wochen dauern. Die Eingewöhnung ist die Vertrauensbasis der Fremdbetreuung und wir gestalten diese behutsam und mit Tempo Ihres Kindes!

1. Phase der Eingewöhnung:
In dieser Phase bleibt eine Bezugsperson des Kindes (Mutter, Vater oder andere Bezugsperson) bei dem Kind. So fühlt sich das Kind - trotz fremdem Umfeld - wohl und geborgen. Aus dieser Sicherheit heraus wird es sich recht bald für die neue Umgebung interessieren. Mit viel Einfühlungsvermögen gehen wir auf das Kind ein und schaffen so eine Basis des Vertrauens. Wir bitten die Eltern / Bezugsperson, sich während der ersten Phase der Eingewöhnung möglichst zurückhaltend zu verhalten. Je mehr sie sich aktiv ins Gruppengeschehen einbringen, desto deutlicher wird für das Kind der Verlust, wenn diese sich nach einigen Tagen der Eingewöhnung für eine kurze Zeit verabschiedet. In der ersten Phase bleiben die Eltern / Bezugsperson mit dem Kind maximal eine Stunde bei uns und verabschieden sich vor dem Mittagessen. 

2. Phase der Eingewöhnung:
In dieser Phase findet eine Verabschiedung statt. Die Eltern / Bezugsperson bringt das Kind, bleibt nur kurz und verabschiedet sich dann. Sie bleibt jedoch in der Nähe und können so jederzeit zu ihren Kind geholt werden, falls es dem Kind nicht gut geht. Maximal bleibt das Kind 15 - 30 Minuten ohne Eltern / Bezugsperson bei uns. Wenn die Eltern / Bezugsperson zurückkommt, verlässt sie gemeinsam mit dem Kind die Einrichtung. In dieser Phase lernt das Kind, dass es sich auch in dieser ungewohnten Situation auf uns und auf Eltern / Bezugsperson verlassen kann. Mit diesem Gefühl ist es bereit, sich immer mehr auf uns einzulassen. 

3. Phase der Eingewöhnung:
Wenn das Kind ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, beginnt die 3. Phase. Das Kind wird morgens zu uns gebracht. Die Eltern / Bezugsperson verabschiedet sich und holt das Kind erst nach dem Mittagessen wieder ab. 

4. Phase der Eingewöhnung:
Erst wenn das Kind sich den gesamten Vormittag über wohl fühlt, wenn es unsere Nähe sucht oder z.B. sich trösten lässt, beginnt die 4. Phase. Das Kind bleibt nach dem Mittagessen noch bei uns und wird zum Schlafen hingelegt. Mit den Eltern / Bezugsperson wird vereinbart, dass sie das Kind direkt nach dem Mittagsschlaf abholen. 

5. Phase der Eingewöhnung:
Das Kind bleibt auch nach dem Mittagsschlaf bei uns und nimmt am Nachmittagsgeschehen teil. Es wird nach Bedarf von den Eltern / Bezugsperson abgeholt, die jederzeit erreichbar sein sollten. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen.

Pädagogische Ziele unserer Arbeit

Beobachtung als Grundlage für die pädagogische Arbeit

Das Wahrnehmen und das Beobachten stehen im Mittelpunkt des erzieherischen Handelns.
Das bedeutet, für eine zielgerichtete Bildungsarbeit ist die beobachtende Wahrnehmung des Kindes Voraussetzung.
 
 
Beobachtungsziele:
Durch regelmäßige Beobachtungen entsteht ein Gesamteindruck vom Kind.
Dieser wird immer wieder überprüft und ergänzt, da das Kind sich im steten Bildungs- und Entwicklungsprozess befindet.
So schaffen wir die Basis für unsere Arbeit, um jedem einzelnen Kind die optimale Förderung und Bildung zukommen zu lassen.

Die Zielsetzung von Beobachtungen
  • Feststellung und Erfassung von Interessen, Talenten, Vorlieben der Kinder
  • Erfassung von Veränderungen, Handlungsweisen und Kompetenzen der Kinder
  • Gewinnung neuer Erkenntnisse und Sichtweisen der individuellen Entwicklungschancen und Lernstrategien der Kinder
  • Grundlagen für die Planung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern
  • Basis zur Erstellung der Bildungsdokumentation für das einzelne Kind
  • Wahrnehmen und Bewerten von gruppendynamischen ProzessenReflexion von Verhalten des Kindes
  • In wie weit wurden Bildungsprozesse und Bildungsziele erreicht
  • Planung zukünftiger Vorgehensweisen

Basiskompetenzen
Basiskompetenzen beinhaltet Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen, Umgang mit Gefühlen, kritisches Denken, Entscheidungsfindung, Handlungskompetenz, Selbstwahrnehmung, Selbstbehauptung, Widerstand gegenüber Gruppendruck, Umgang mit Stress und Angst sowie Frustrationstoleranz.

Selbstkompetenz
Selbstkompetenz beinhaltet das Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, die Fremd- und Selbstwahrnehmung sowie das Durchsetzungsvermögen eines Kindes.
Wir möchten dazu beitragen, dass sich ihre Kinder für wertvoll halten und mit sich selbst zufrieden sind. Das Selbstwertgefühl stärken wir durch die Wertschätzung eines jeden Kindes.So können diese ein positives Bild von sich selbst entwickeln und betrachten sich als liebenswert und geliebt, sowie auch als lern- und leistungsfähig. Zudem schaffen wir für die Kinder Freiräume und Mitbestimmungsmöglichkeiten. Dadurch lernen sie, ihre eigene Meinung zu bilden, Aufgaben zu übernehmen und Probleme selbstständig zu meistern. Selbstwertgefühl ist eine wichtige Voraussetzung für Leistungs- und Durchsetzungsfähigkeit! 

Kognitive Kompetenz
"Die Lust am Lernen, am Wahrnehmen und Verstehen ist eine der ersten fundamentalen Erfahrungen, die sich das Kind alleine, mit Gleichaltrigen oder Erwachsenen erhofft."

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, alle ihre Sinne zu nutzen, um zahlreiche Eindrücke zu sammeln. Dies geschieht durch vielfältige Angebote, wie z. B. Experimente, Gespräche oder Exkursionen. Differenzierte Wahrnehmung befähigt dazu, Beobachtungen und Erfahrungen zu ordnen, zu unterscheiden und beschreibend zu wiederholen. Dabei können sich die Kinder altersgemäße Kenntnisse aneignen, das logische Denken wird gefördert und das Gedächtnis trainiert. Durch Freiräume im sprachlichen, musikalischen und künstlerischen Bereich regen wir die Kinder auch zu kreativem Tun an. Lernen wird für die Kinder lustvoll, wenn Sinnzusammenhänge für die Kinder erfahrbar werden! 

Soziale Kompetenz
Dazu gehört die Kontaktfähigkeit, Konfliktbewältigung sowie die eigenen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche äußern zu können. Die Kinder haben bei uns die Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind. Kinder nehmen gern spielerisch verschiedene Rollen ein. Um zu lernen, wie andere Menschen sich verhalten und fühlen, bieten wir den Kindern Möglichkeiten für Rollenspiele. So können sie das Verhalten von anderen Kindern und Erwachsenen besser verstehen. Auch für das Erlernen von Konfliktlösungsmethoden sind Rollenspiele sehr geeignet. Die Kinder erfahren wie man die Verschärfung von Konflikten verhindert, wie man Kompromisse eingeht und vieles mehr! Dabei lernen sie auch, altersgemäß zu kommunizieren und Gestik und Mimik angemessen einzusetzen. Kommunikationsfähigkeit ist eine der wichtigsten Kompetenzen für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft!

Kreativitäts- und Kommunikationserziehung
Es ist uns wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr Umfeld aktiv wahrzunehmen und vor allem zu be"greifen". Kinder erfahren ihre Welt durch Eigenaktivität, und ihr Wissen basiert zum größten Teil auf selber gemachten Erfahrungen bei einer unmittelbaren Begegnung mit Gegenständen, Objekten, Menschen, Tieren und Situationen. Wenn das Kind selber forschen, experimentieren und entdecken kann, dann bietet dies die besten Erfolge beim Lernen. Bei uns entdecken die Kinder die Freude am kreativen Tun, indem wir Ihnen die Chance geben, verschiedene Materialien (Kleber, Schere, Papier, Farben, etc...) zu verwenden und damit zu experimentieren. Wir versuchen – soweit wie möglich – die Kinder bei Entwürfen mit einzubeziehen (z. B. großes Wandbild). Dabei wird natürlich auch auf die Wünsche und Interessen der Kinder geachtet. Da wir auf Schablonenarbeit weitgehend verzichten, sind die Aktionen zum Teil mit mehr Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. 

Bei der Sprache achten wir sehr darauf, sie im Miteinander zu fördern. Für ein Kind ist es sehr wichtig, sich im Alltag mitteilen zu können und verstanden zu werden. Um mit anderen in Kontakt treten zu können, benutzt ein Kind die Sprache als Mittel, wie auch um innere Abläufe und Empfindungen zu äußern. Beim Singen, bei Bewegungsspielen und beim Betrachten von Bilderbüchern können sie all ihre Wünsche ausleben.

Ernährungserziehung
Das Essen bekommen wir jeden Mittag warm von der Firma Lunchbox geliefert.

Die Ernährung soll so gestaltet sein, dass sie alle Bedürfnisse der Kinder treffen. Dabei kommt es auf gute Qualität an, auf die Ausgewogenheit der Mahlzeiten und natürlich muss es den Kindern schmecken.

Lunchbox bietet Ihnen:

Frische Kost
Unsere Speisen werden kurz vor der Anlieferung frisch zubereitet, hierdurch ist die Warmhaltezeit sehr kurz und der Vitaminverlust sehr gering.

Gesunde Kost
Verzicht auf Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe und Konservierungsstoffe.

Fettarme Kost
Ausschließlich fettarmes Fleisch wie Geflügel, Rind und Lamm.
Fett und Zucker reduzieren wir so weit wie möglich.

Pünktliche Kost
Das Essen wird täglich zu der gewünschten Zeit servierfertig geliefert. Spezielle Thermoboxen sorgen dafür, dass die Speisen nur 1,5 Grad pro Stunde verlieren können.

www.dielunchbox.de

Bewegungserziehung

Bewegung ist unmittelbarer Ausdruck kindlicher Lebensfreude. 
Kinder springen und rennen, klettern und balancieren wo auch immer sie dazu Gelegenheit haben. Gleichzeitig trägt Bewegung in hohem Maße zur Förderung der kindlichen Entwicklung bei. Kinder sammeln über die Bewegung wichtige Erfahrungen über ihren eigenen Körper und damit auch über ihre Person. Sie eignen sich ihre räumliche und dingliche Umwelt über Bewegungshandlungen an und setzen sich auch mit ihren Mitmenschen auseinander. Durch mehr Bewegungssicherheit gewinnen sie an Selbstvertrauen und lernen, sich richtig einzuschätzen. In keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit. Das Grundbedürfnis des Menschen ist Bewegung. Kinder entscheiden, wann welche Bewegungsabläufe trainiert werden. Zu einem sicheren Bewegungsablauf gehört nur, was es von alleine lernt und einübt. So entwickelt ein Kind sichere und vor allem gesunde Bewegungsabläufe. Der Zeitaufwand ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Wir nötigen ihr Kind nicht dazu, sich aufzusetzen oder an der Hand zu laufen solange es sich darin noch nicht sicher fühlt. Ein Kind lernt aus eigenem Ansporn selbständig und freudig, verbunden mit Stolz auf seine Leistung, jede Einzelheit seiner Bewegungen: Dazu gehören sich zu drehen, zu rollen, auf dem Bauch zu robben, auf allen Vieren krabbeln, das Stehen, Sitzen und natürlich zu gehen. 

Lernen mit allen Sinnen
Am liebsten wollen wir uns sinnliche Anregungen aus der Natur holen. Dafür gehen wir so oft wie möglich hinaus, unternehmen Ausflüge, Spaziergänge z.B. in den Park, liegen auf satten grünen Wiesen oder laufen Barfuß, beobachten die Wolken am Himmel oder gehen zum Wasserspielplatz, der 50 m entfernt liegt.

Ziel dieser Aktivitäten ist die Wahrnehmung mit den Sinnesorganen. Sinnesorgane werden vor allem durch Bilder, Töne, Tastsinn, Gerüche, und Geschmacksreize gereizt. Alle so aufgenommenen Eindrücke werden über die Sinnesorgane an das Gehirn weitergeleitet und gespeichert

Unsere Rolle als Tagespflegeperson
Die ersten 3 Lebensjahre sind eine sensible Phase. In dieser Zeit entsteht die Basis für das ganze Leben, deshalb versuchen wir, die Kinder optimal, mit viel Liebe, Wärme, Geist und Motorik zu fördern und zu betreuen.

Sie vertrauen uns ihren wertvollsten Menschen ihres Lebens an. Daher möchten wir...

  • jedes einzelne Kind wertschätzen!
  • liebevoll, mit Zuneigung und Wärme ihre Kinder begleiten
  • ihre Kinder in ihren Entwicklungsprozessen begleiten und auf ihre individuellen Bedürfnisse achten
  • ihren Kindern Grenzen setzen und vor allem die Grenzen ihrer Kinder akzeptieren
  • ihre Kinder nicht bedrängen, sie aber heraus fordern, Aktivitäten anbieten und anleiten
  • Selbstständigkeit zulassen und fördern
  • aufmerksam sein und Zeit lassen
  • wahrnehmen, Zuhören und Dokumentieren mit großer Empathiefähigkeit
  • für ihre Kinder eine Vorbildsfunktion sein

Schweigepflicht und Datenschutz
Als Tagespflegeperson unterliegen wir der Schweigepflicht sowie auch des Datenschutzes. Aufgrund des besonderen Näheverhältnisses im Rahmen der Tagespflege kommt es zwangsläufig zu Einblicken der Tagespflegeperson in die private und familiäre Situation des Kindes und seiner Eltern wie auch umgekehrt. Zu berücksichtigen hierbei ist, dass gemäß Art. 6 Abs. 1 GG die Familie besonders geschützt ist. Zudem trägt das Grundgesetz mit zahlreichen Regelungen dem Schutz der Privatsphäre Rechnung.
Sämtliche Fotos, Dokumentationen und Unterlagen werden von uns sicher aufbewahrt. Dokumente auf dem PC sind mit einem Kennwort geschützt.
Kinderfotos auf meiner Homepage, Facebook (nur für Eltern sichtbar, geschlossenes Profil) und in der Einrichtung werden nur nach vorherigem Einverständnis der Erziehungsberechtigten veröffentlicht.

Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Zusammenarbeit zwischen Familie und uns als Tagespflegepersonen ist für das Wohlbefinden und die gesamte Entwicklung aller Beteiligten besonders wichtig. Dazu gehören natürlich auch Absprachen und Beratung.
Die Trennungsängste, die in der ersten Zeit entstehen können, können bei Kindern sowie bei den Eltern auftauchen. 
Besonders dabei ist es uns wichtig, die Probleme, Sorgen und Fragen der Eltern sehr ernst zu nehmen und sie zu unterstützen. 
Es besteht jederzeit die Möglichkeit, persönliche Interessen der Eltern bezüglich der Entwicklung oder spezielle Entwicklungsziele der Kinder in einem Gespräch (z.B. Tür- und Angelgespräche) mit mir zu besprechen.
Darüber hinaus bieten wir den Eltern an, bei Bedarf mit uns einen Gesprächstermin zu vereinbaren, indem wir ausführlich den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes besprechen können.
Eine offene und vertrauensvolle Haltung der Eltern uns gegenüber wäre sehr wünschenswert. Dies erleichtert uns die Arbeit mit ihren Liebsten ungemein.
Private Probleme, z.B. anstehende Trennung der Eltern, Streit, körperliche und seelische Erkrankungen oder Tod innerhalb der Familie sind nicht immer leicht anzusprechen, würden uns aber die Möglichkeit geben, in dieser sensiblen Phase des Kindes sein evtl. verändertes Verhalten besser zu verstehen. 
Selbstverständlich spielt auch die Schweigepflicht besonders hier wieder eine wichtige Rolle.

Abschließende Worte:
Falls ihnen unser Konzept gefällt und sie und ihr Kind sich mit dem identifizieren können, freue ich mich über eine Nachricht oder einen persönlichen Anruf von ihnen.

foto Kommelter
Katrin Kommelter - Erzieherin und qualifizierte Tagespflegeperson

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